Rauhnächte

Vom 25. Dezember bis 6. Januar ist die Zeit der Rauhnächte

Die Rauhnächte sind 12 Nächte, denen im europäischen Brauchtum große Bedeutung zugemessen wird. In dieser Zeit wird nach altem Brauch eine Art Bilanz gezogen. Hier geht es um die Betrachtung des abgelaufenen Jahres, der Rückschau, um das Innehalten und um die Neuausrichtung für das kommende Jahr.

rauhnächte

☼   Am 21./22. Dezember ist Wintersonnenwende, die längste Nacht, der kürzeste Tag, Ab dem „Thomastag“ werden die Tage wieder länger.

☼   Am 25. Dezember beginnt die Zeit der Rauhnächte und endet am 6. Januar.

Früher standen die Rauhnächte in Verbindung mit dem Nutzvieh. Es wurden Ställe geräuchert, um Geister, das Dunkle zu vertreiben. Mancherorts sagte man, Tiere könnten in dieser Zeit sogar „sprechen“. Auch durfte man in diesen Nächten weder Wäsche waschen noch putzen oder backen, denn man glaubte, Kobolde trieben ihr Unwesen. Durch bestimmte „Maulgaben“ für das Vieh sollte so Unheil von Haus und Hof abgewendet werden. Heute spenden wir für gemeinnützige Zwecke, den Sternsingern am Dreikönigsfest oder wir helfen bedürftigen Menschen.

Bedeutung dieser Tage im Feng Shui

steht jeder dieser 12 Tage für einen Monat im Jahr. Gestalten wir uns diese 12 Tage harmonisch, verlaufen die kommenden Monate leichter. Auch hier geht es um das Innehalten, um die Betrachtung des abgelaufenen Jahres. Wir halten Rückschau, verabschieden das Alte und formulieren unsere persönlichen Wünsche und Ziele für das kommende Jahr.

Je nach Region unterscheidet man zwischen 4 oder 12 Nächten – hier einige wichtige
  • 24./25. Dezember—Heilig Abend, Weihnachten
  • 31. Dezember/1. Januar—Silvesternacht—Neujahrstag
  • 5./6. Januar—Dreikönigsfest
Regional-Tipp – Historische Stadtführung im Hexenviertel

In der Domstadt zu Speyer führt alljährlich in dieser Zeit „Der Nachtwächter“ durch das historische Stadtviertel mit seinem sagenumwobenen „Hexenviertel“. In seiner historischen Tracht berichtet er über das damalige Treiben in den Rauhnächten. Er erzält über alte Sagen und Bräuche aus dem Mittelalter und mit einer „Maulgabe“ von köstlichem Glühwein und traditionellem Lebkuchen an alle Teilnehmer beendet er seine historische Führung.